Bayreuth, 14.07.2015 | Milcherzeuger brauchen die Unterstützung Brüssels

Gudrun Brendel-Fischer, MdL: Milcherzeuger brauchen die Unterstützung Brüssels

Angesichts der Entwicklungen auf dem Milchmarkt - steigende Kosten bei gleichzeitig sinkenden Preisen - bewertet die Bayreuther CSU-Landtagsabgeordnete Gudrun Brendel-Fischer den jüngsten Vorstoß nach Brüssel als sehr positiv. Der Bayerische Landwirtschaftsminister Brunner setzt sich für rasche und wirkungsvolle Maßnahmen ein, um den Milchmarkt zumindest kurzfristig zu entlasten und die steigenden Produktionskosten auszugleichen.

Im Landwirtschaftsausschuss des Bayerischen Landtags habe man erst kürzlich einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag eingebracht, betont Ausschussmitglied Gudrun Brendel-Fischer.

Dies könnte zum Beispiel über die Anhebung der Interventionspreise bei Milch und Milcherzeugnissen auf ein Absicherungsniveau von 25 Cent pro Kilo erzielt werden. Eine weitere Maßnahme, um den Markt zu entlasten und gleichzeitig eine humanitäre Hilfe zu leisten, wäre ein Ankauf seitens der EU von Milchpulver im Rahmen der Nahrungsmittelfhilfe. Finanziert werden könnten die beiden Schritte über die sog. "Superabgabe", einer Strafabgabe die sich aus der Überlieferung der inzwischen ausgelaufenen Milchquote speist.

Europaweit kommt über die "Superabgabe" ein Betrag in hoher dreistelliger Millionenhöhe zusammen, der gut und effizient zur Unterstützung des Milchsektors verwendet werden könnte.

Weiteren Änderungsbedarf gibt es auch bei der Absatzförderung, die mehr intensiviert sowie die angebotenen Programme vereinfacht, praktikabel gestaltet und finanziell besser ausgestattet werden müssten. Auch beim Thema Schulmilch- und Schulfruchtprogramm könnte Brüssel Verbesserungen erzielen, wenn es auch hierfür mehr Geld bereitstellen und die Produktpalette auf Joghurt, Quark und insbesondere Käse ausdehnen würde.


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