Bayreuth/München, 15.09.2015 | Maßnahmen-Mix zur Stabilisierung des Milchmarktes

Gudrun Brendel-Fischer, MdL: Maßnahmen-Mix zur Stabilisierung des Milchmarktes

Die Bayreuther CSU-Landtagsabgeordnete Gudrun Brendel-Fischer unterstützt die Forderung der Bayerischen Staatsregierung an Brüssel effizientere Weichenstellungen zugunsten der Milcherzeuger zu implementieren. Denn die bisherigen Maßnahmen reichen für die Stabilisierung des europäischen Milchmarktes nicht aus.

Die Lösung des Problems verlangt nicht nur Sofortgelder, sondern einen Mix aus verschiedenen Hilfsmaßnahmen, so Gudrun Brendel-Fischer. Möglichkeiten, um den Milchmarkt zu entlasten, bestehen bspw. aus einer angekündigten, zeitlich begrenzten Aufkaufaktion durch die EU-Kommission sowie weiteren innovativen Lösungen. "Um den Abwärtstrend bei den Preisen zu durchbrechen, ist es auch geboten, bestehende Ansätze wie z.B. einen freiwilligen Produktionsverzicht gegen Entschädigungszahlungen auf deren Umsetzbarkeit und Finanzierbarkeit hin zu überprüfen", erklärt sie weiter.

Nach Aussage der Landtagsabgeordneten wird es essentiell sein, dass Brüssel alle Möglichkeiten ausschöpft, um Angebot und Nachfrage wieder in ein Gleichgewicht zu bringen, ohne erneut in eine Milchquotenregelung einzusteigen. Ansonsten droht ein Strukturbruch, dessen Folgen für die Kulturlandschaft und den ländlichen Raum nicht absehbar sind. Momentan bringt der anhaltende Preisverfall auch leistungsfähige Landwirtschaftsbetriebe in die Bredouille.

Ein weiterer Baustein eines umfassenden Maßnahmenpakets ist eine zumindest vorübergehende Anhebung der Interventionspreise bei Milch und Milcherzeugnissen auf ein Absicherungsniveau von 25 Cent pro Kilo. Für deren Finanzierung reklamiert die Bayerische Staatsregierung von Brüssel in vollem Umfang die 900 Millionen Euro aus der sog. Superabgabe - einer "Strafabgaben" bei der inzwischen ausgelaufenen Milchquote im Falle einer Überlieferung - dem Milchsektor zur Verfügung zu stellen.

"Zusätzlich", so Brendel-Fischer, "bedarf es aus Brüssel weiteren Aufwand zur Absatzförderung und Erschließung von Drittlandmärkten sowie auch der Unterstützung des Bundes in Form von Liquiditätshilfen und staatlichen Bürgschaften für Betriebe in Bedrängnis und einer Verdoppelung der Bundeszuschüsse zur landwirtschaftlichen Unfallversicherung".


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