München, 20.07.2016 | Becherpflanze soll in Oberfranken weiter forciert werden!

MdL Gudrun Brendel-Fischer: Becherpflanze soll in Oberfranken weiter forciert werden!

Auf Einladung der CSU-Landtagsabgeordneten Gudrun Brendel-Fischer stellte eine Delegation aus Vertretern der Regierung von Oberfranken, der Juragruppe (Zweckverband zur Wasserversorgung) sowie von Landwirten und der Gesellschaft für Angewandte Geoökologie und Umweltschutz (GeoTeam) am 20.07.2016 die Aktivitäten zum Ausbau der Becherpflanze (Durchwachsene Silphie) in Oberfranken im Landtag vor. Bei der Becherpflanze handelt es sich um eine mehrjährige Energiepflanze, die als Maisalternative zur Biogasgewinnung eingesetzt werden kann. Die bisherigen Praxiserfahrungen in Oberfranken zeigen demnach, dass beim Anbau der Becherpflanze ein verbesserter Erosionsschutz, eine verringerte Nitratauswaschung ins Grundwasser sowie Vorteile beim Artenschutz (u.a. Bienenweide) im Vergleich zu herkömmlichen Biogasfruchtfolgen erreicht werden können. Die Juragruppe will aufgrund dieser Vorteile weitere Landwirte für den Anbau der Becherpflanze gewinnen und hierfür entsprechende Mittel bereitstellen, um die noch bestehenden Kostennachteile auszugleichen.

Im Rahmen des Gespräches wurden alle Vorschläge zur Anpassung der Rahmenbedingungen mit Umweltministerin Ulrike Scharf, Landwirtschaftsminister Helmut Brunner sowie der Vorsitzenden des Landwirtschaftsausschusses Angelika Schorer und dem stellvertretenden Vorsitzenden des Umweltausschusses Dr. Otto Hünnerkopf diskutiert. Es bestand Einigkeit eine Anrechnung der Becherpflanze auch beim Greening anzustreben und die bereits im letzten Jahr verbesserten Fördermöglichkeiten im Rahmen des Bayerischen Kulturlandschaftsprogrammes (KULAP) zu evaluieren. Staatsminister Brunner und Staatsministerin Scharf unterstützen die oberfränkischen Aktivitäten und wollen die Förderung eines gemeinsamen Demonstrationsprojekts prüfen, um den Ausbau der Becherpflanze zu beschleunigen und detailliertere Untersuchungen zu den langfristigen Umweltvorteilen durchführen zu können.

Das Foto zeigt vorne von links: Dr. Otto Hünnerkopf, Gudrun Brendel-Fischer, Ulrike Scharf, Helmut Brunner und Angelika Schorer