Bayreuth, 06.06.2017 | Sehbehindertentag 2017 fordert weitere Unterstützung für Betroffene

Sehbehindertentag 2017 fordert weitere Unterstützung für Betroffene

„Sehbehinderte Menschen brauchen unsere Unterstützung, um ihnen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu erleichtern“, erklärt die Bayreuther CSULandtagsabgeordnete Gudrun Brendel-Fischer anlässlich des heutigen Sehbehindertentages und nennt als Beispiel für Barrierefreiheit eine Speisekarte in Braille-Schrift oder eine Internetseite mit Vorlesefunktion.

Sie lobt in diesem Zusammenhang das ehrenamtliche Engagement von Manfred Korn, der als Vertreter des Behindertenbeirates bei der Stadt Bayreuth in Fragen Barrierefreiheit für Blinde und sehbehinderte Menschen und als Verkehrsbeauftragter des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes Bezirk Oberfranken schon viele Erfolge auf seine Fahnen schreiben kann. „Manfred Korn hat unter anderem die Umsetzung des Blindenleitsystems in der Bayreuther Fußgängerzone und die Umrüstung vieler Ampeln zu Blindenampeln vorangetrieben und sich für die Barrierefreiheit für blinde und sehbehinderte Menschen im Klinikum Bayreuth eingesetzt“, nennt Gudrun Brendel-Fischer nur zwei Beispiele.

Herauszuheben sei auch die Arbeit des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes BBSB, der eine eigene Beratung im Interesse der blinden und sehbehinderten Menschen anbietet. So geben die Mitglieder des Arbeitskreises Barrierefreie Umwelt und Verkehrsraumgestaltung Planern und Bauherren, Behörden und Behindertenbeauftragten Empfehlungen und Stellungnahmen in die Hand für eine blinde und sehbehindertengerechte Gestaltung.

Um den etwa 8.500 hochgradig sehbehinderten Menschen im Freistaat die bestmöglichen Hilfen zur Bewältigung ihres Alltags zu ermöglichen, plant die Bayerische Staatsregierung das Blindengeldgesetz abzuändern.

„Zum 1. Jan. 2018 soll das Sehbehindertengeld eingeführt werden“, sagt Gudrun Brendel-Fischer. Am 23. Mai wurde der entsprechende Gesetzentwurf im Ministerrat beschlossen und am 30. Mai vom Landtag in erster Lesung beraten. „Ab 2018 wollen wir den Menschen in Bayern mit einer starken Sehbehinderung rund 12 Mio. Euro bereitstellen“.


Pressemitteilung als PDF-Datei